GAD-7 Score (Generalisierte Angststörung-Skala)
Validiertes klinisches Instrument zur Identifizierung und Schweregradmessung der generalisierten Angststörung (GAS) nach DSM-Kriterien.
Der GAD-7-Score: Klinischer Goldstandard für das Angst-Screening
Die Generalized Anxiety Disorder 7-item scale (GAD-7) ist ein international validiertes klinisches Selbsteinschätzungsinstrument. Ursprünglich 2006 von Spitzer, Kroenke und Kollegen entwickelt, ist sie heute das Referenzwerkzeug in der Primärversorgung und Psychiatrie für das Screening, die Diagnose und die Bewertung des Schweregrads der Generalisierten Angststörung (GAS). Die Struktur ist direkt an den Diagnosekriterien von DSM-IV und DSM-5 ausgerichtet und bietet Klinikern ein objektives, quantifizierbares Maß für Angstsymptome in den letzten zwei Wochen.
Indikationen und klinischer Nutzen
Die Generalisierte Angststörung ist eine häufige Pathologie, die oft unterdiagnostiziert bleibt, da Patienten primär mit somatischen Beschwerden vorstellig werden. Die Bewertung umfasst systematisch drei Bereiche:
- Die emotionale Sphäre: Anhaltende Nervosität und die Unfähigkeit zur physischen oder mentalen Entspannung.
- Die kognitive und motorische Sphäre: Schwierigkeiten bei der Kontrolle invasiver Sorgen und psychomotorische Unruhe.
- Die antizipatorische Sphäre: Erhöhte Reizbarkeit und die ständige Angst vor einer drohenden Katastrophe ohne klinische Rechtfertigung.
Interpretationsraster und Empfehlungen
| Gesamtpunktzahl | Schweregrad der Angst | Klinische Empfehlung |
|---|---|---|
| 0 - 4 | Minimale Angst | Keine spezifische Behandlung erforderlich. Beruhigung. |
| 5 - 9 | Leichte Angst | Klinische Überwachung und psychologische Unterstützung. |
| 10 - 14 | Mittelschwere Angst | KVT oder pharmakologische Behandlung in Erwägung ziehen. |
| 15 - 21 | Schwere Angst | Pharmakotherapie (z. B. SSRI) wird dringend empfohlen. |
Wissenschaftliche Referenzen:
1. Spitzer RL, et al. A brief measure for assessing generalized anxiety disorder: the GAD-7. Arch Intern Med. 2006.
[JAMA Network]
2. Kroenke K, et al. Anxiety disorders in primary care: prevalence, impairment, comorbidity, and detection. Ann Intern Med. 2007.
[Ann Intern Med]
-
💡 Aus Gründen der wissenschaftlichen Genauigkeit: Sollten Sie eine klinische oder technische Unstimmigkeit feststellen, teilen Sie uns dies bitte mit.