FRAX Score
Bewertung des 10-Jahres-Risikos für schwere osteoporotische Frakturen und Hüftfrakturen.
Verständnis des FRAX-Scores
Der FRAX berechnet die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 10 Jahren eine Fraktur zu erleiden.
Warum der T-Score allein nicht ausreicht
FRAX kombiniert die Knochendichte (BMD) mit unabhängigen klinischen Risikofaktoren:
- Alter und BMI: Das Risiko steigt mit Alter und Untergewicht.
- Frühere Frakturen: Verdoppelt das Risiko.
- Kortikosteroide: Schwächen die Knochenstruktur.
Therapeutische Schwellenwerte
Wenn die Wahrscheinlichkeit einer schweren Fraktur > 20% oder einer Hüftfraktur > 3% liegt, wird eine Behandlung empfohlen.
Einschränkungen des FRAX
Kliniker müssen sich der Grenzen bewusst sein:
- Sturzrisiko wird nicht berücksichtigt.
- Kortikosteroiddosis wird nicht genau quantifiziert.
- Unterschätzt oft das Risiko bei Typ-2-Diabetes.
Risikointerpretation
| 10-Jahres-Wahrscheinlichkeit | Risikoniveau | Klinische Aktion |
|---|---|---|
| Schwer < 10% / Hüfte < 3% | Geringes Risiko | Lebensstilmaßnahmen. |
| Schwer 10-20% / Hüfte = 3% | Mittleres Risiko | BMD bewerten. |
| Schwer > 20% / Hüfte > 3% | Hohes Risiko | Pharmakologische Behandlung. |
Wissenschaftliche Referenzen:
1. Kanis JA, et al. FRAX and the assessment of fracture probability in men and women from the UK. Osteoporos Int. 2008.
[PubMed]
2. Cosman F, et al. Clinician's Guide to Prevention and Treatment of Osteoporosis. Osteoporosis International. 2014.
[PMC - NIH]
-
💡 Aus Gründen der wissenschaftlichen Genauigkeit: Sollten Sie eine klinische oder technische Unstimmigkeit feststellen, teilen Sie uns dies bitte mit.