Ranson-Kriterien
Beurteilung des Schweregrads und der Mortalität der akuten Pankreatitis.
Die Schwellenwerte passen sich automatisch an die gewählte Ursache an.
Die Ranson-Kriterien: Bewertung der akuten Pankreatitis
Die Ranson-Kriterien wurden 1974 von Dr. John H. Ranson eingeführt. Es ist eines der bekanntesten klinischen Bewertungssysteme, das zur Beurteilung des Schweregrads der akuten Pankreatitis verwendet wird.
Unterschied zwischen biliärer und nicht-biliärer Pankreatitis
Die Genauigkeit der Kriterien beruht auf der Unterscheidung der Ätiologie:
- Nicht-biliär (z.B. Alkohol): Der klassische 11-Punkte-Score wird verwendet.
- Biliär (Gallensteine): Die Schwellenwerte werden modifiziert (z.B. Alter >70). Das pO2-Kriterium entfällt (maximal 10 Punkte).
Wesentliche Einschränkung des Scores
Die Haupteinschränkung besteht darin, dass 48 Stunden vergehen müssen, um ihn vollständig zu berechnen. Er erlaubt daher keine sofortige Schweregradstratifizierung in der Notaufnahme.
Interpretation und geschätzte Mortalität
| Gesamtpunktzahl | Schweregrad | Geschätzte Mortalität |
|---|---|---|
| 0 - 2 pts | Milde Pankreatitis | 0 - 3 % |
| 3 - 4 pts | Mittelschwere bis schwere Pankreatitis | 15 % |
| 5 - 6 pts | Schwere Pankreatitis | 40 % |
| ≥ 7 pts | Fulminante Pankreatitis | près de 100 % |
Wissenschaftliche Referenzen:
1. Ranson JH, Rifkind KM, Roses DF, et al. Prognostic signs and the role of operative management in acute pancreatitis. Surg Gynecol Obstet. 1974;139(1):69-81.
[PubMed]
2. Ranson JH. Etiological and prognostic factors in human acute pancreatitis: a review. Am J Gastroenterol. 1982;77(8):633-8.
[PubMed]
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